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Ammoniumpolyphosphat (APP): Erfüllung der REACH-Beschränkungen für flammhemmende Beschichtungsformulierungen

Mit der Verschärfung der EU-REACH-Verordnung und globaler Umweltstandards stehen Hersteller von Flammschutzbeschichtungen vor erheblichen Herausforderungen hinsichtlich der Einhaltung der Vorschriften. Beschränkungen für Halogene, Schwermetalle und PBDEs machen herkömmliche Rezepturen unverkäuflich, während die Nachfrage nach Flammschutzmitteln im industriellen und öffentlichen Bereich weiterhin hoch ist. Ammoniumpolyphosphat (APP) bietet aufgrund seiner halogenfreien und stabilen Eigenschaften eine zentrale Lösung, um Konformität und Leistung in Einklang zu bringen.
Die REACH-Verordnung beschränkt über 2000 schädliche Chemikalien, darunter halogenierte Flammschutzmittel in herkömmlichen Beschichtungen. PBBs und PBDEs sind aufgrund ihrer Persistenz und Toxizität verboten; Hersteller, die die Verordnung nicht einhalten, müssen mit Haftstrafen, Geldstrafen oder dem Ausschluss vom Markt rechnen.
Abgesehen von der Einhaltung der Vorschriften setzen halogenierte Flammschutzmittel beim Verbrennen giftige Gase frei und verbinden sich schlecht mit Epoxid-/Acrylharzen, was zu Delamination und verminderter Haftung führt – was die Nachfrage nach umweltfreundlichen Alternativen antreibt.
Als halogenfreies, anorganisches Flammschutzmittel erfüllt APP die REACH-Anforderungen. Seine Hauptkomponente (NH₄)ₙ₊₂PₙO₃ₙ₊₁ enthält keine beschränkten Stoffe und ist REACH-registriert. Mit seiner weißen, kristallinen Struktur (Schmelzpunkt 240–280 °C, Zersetzungstemperatur >300 °C) bleibt es während der Aushärtung der Beschichtung stabil.
APP erzielt Flammschutz durch die Bildung von aufschäumendem Kohlenstoff: Hohe Temperaturen lösen die Freisetzung von Ammoniak und Polyphosphorsäure aus, wodurch die Karbonisierung des Substrats und somit die Bildung einer sauerstoffisolierenden Schicht gefördert wird. Im Gegensatz zu halogenierten Alternativen entstehen dabei keine giftigen Gase, was den aktuellen Umwelttrends entspricht.
Die Optimierung der Formulierung erschließt das volle Potenzial von APP. Für wasserbasierte Beschichtungen gewährleistet APP in Industriequalität (Polymerisationsgrad n ≥ 1000) Löslichkeit und Kompatibilität und verhindert Ausfällungen. Bei lösemittelbasierten Beschichtungen verbessert die Modifizierung mit Silan-Haftvermittlern die Dispergierbarkeit und Haftung.
APP lässt sich gut mit Melamin und Pentaerythrit zu einem intumeszierenden System kombinieren. Industrielle Tests bestätigen, dass Beschichtungen mit 25–30 % APP (Massenanteil) die Anforderungen der Norm GB/T 8624-2012 B1 (Flammschutzklasse) und die Haftungsklasse 1 erfüllen und somit für die meisten Anwendungen geeignet sind.
Im Zuge von Umweltverbesserungen treibt APP die Transformation der Brandschutzbeschichtungsindustrie voran. Seine halogenfreien, konformen und stabilen Eigenschaften lösen die Probleme der REACH-Verordnung und tragen zur Brandsicherheit bei – die Beherrschung der APP-Anwendung ist für Hersteller wettbewerbsfähig.

Veröffentlichungsdatum: 27. April 2026